3BG Heckklappe am 3B

Hinweis: Diese Anleitung bezieht sich in erster Linie auf das Komfortsteuergerät(KSG) 1J0 959 799 AH. Dieses KSG war in vielen umgebauten Wagen vertreten. Es sollten eigentlich alle 1J0 KSG diese Umrüstung unterstützen, jedoch kommt es auch auf die Ausstattung des Wagens an. In einigen Fällen waren die Benötigten Anschlüsse am KSG bereits belegt, in anderen Fällen stellte es sich heraus, das die KSG 799 J Probleme damit hatten. Deweiteren muss beachtet werden, das die Kabelbäume der 3b Heckklappe im Fahrzeug verbleiben und mit Kabelstücken der 3BG Kabelbäume umgestaltet werden.

Für die Umrüstung benötigt man folgene Sachen:

  1. Das benötigte Werkzeug (Schraubendreher, Quetschverbinder mit Zange bzw. Lötkolben mit Zubehör, Multimeter, Akkuschrauber mit Bohrern, Kabelschuhe, Zange, ein 4-Poliges Schliesser-Relais, blockquoteerses Material zum umwickeln und befestigen der Kabel und eine Leitung (1,5 qcm) mit ca. 3-5 Meter länge zur Stromversorgung des Relais benötigt.
  2. Die vollständigen Heckklappen incl. Kabelbäume.
  3. ein bisschen Zeit und eine Brotzeit.
  4. um es einfach zu haben, einen 2. Mann/Frau.

Begonnen wird mit der demontage der 3BG HEckklappe. Verkleidung und Kabelbäume müssen vorsichtig entfernt und herausgenommen werden. Das gleiche erfolgt mit der 3B Klappe. Verkleidungen demontieren und die Kabelbäume nur bis zum Faltenbalg aus der Heckklappe führen. Der Rest verbleibt im Fahrzeug. Da nun beide Heckklappen leer sind, kann nun die 3B Klappe vom Fahrzeug abmontiert werden. Hierbei bietet es sich an, da nun keine Heckklappe im Weg ist, gleich die Plus-Leitung durch einen der Faltenbalge zu legen.

Wir haben uns für den rechten entschieden, da wir im Kofferraum auch gleich die 2 Stombuchsen an der rechten Seite haben. Sollten diese nicht vorhanden sein, kann man den Strom woanders abgreifen. Zum Beispiel bietet sich da die Stromversorgung der Anhängerkupplung an (Vorraussetzung ist der 13 Polige Anschluss mit Versorgungsleitung) oder auch die Stromversorgung der Endstufe. Wenn alle Stricke reissen, muss eine neue Leitung von der Batterie bis nach hinten gezogen werden. Da nun auch die Plus-Leitung durch den Faltenbalg geführt wurde kann es nun weitergehen. Es wird nun die 3BG Heckklappe anmontiert und grob ausgerichtet. Nun werden die alten 3B Kabelbäume wieder eingeführt und ordentlich verlegt. Hier kan man nun die ersten Anpassungen vornehmen. Die 3. Bremsleuchte (LED) vom 3BG besitzt einen andern Anschluss. Entweder man bearbeitet diesen Stecker oder er wird vom BG Baum übernommen. Die Heckscheibenheizung passt 1 zu 1, genauso wie der Heckwischer, der Schlauch für die Spritzdüse und der Anschluss am unteren Schloss der Heckklappe (Einrastnase).

Nötige Anpassungen, die gemacht werden müssen:

  1. Anschluss am KSG (umpinnen)
  2. Anschluss des Öffnungstasters
  3. Das Arbeitsrelais für den Stellmotor
  4. Anschluss des Stellmotors
  5. Anschluss des HeckklappenSchlosses (Schliesszylinder-elektrik)
  6. Das Heckklappenschloss selbst (Schliesszylinder)
  7. Der Anschluss des Heckklappenschalters in der Fahrertür

1. Anschluss am KSG (umpinnen) :

Im Bild des KSG Anschlussstecker zu sehen ist , sind dort die Pins markiert, die geändert werden müssen. Pin 1 dient hierbei nur der Orientierung. Fangen wir mit dem Taster-Signal von der Klappe zum KSG an. (Info: Diese Leitung hat im nicht auf Masse gelegten Zustand, +12V anliegen.)
Von: 23/20 (bl) – Motor für Zentralverriegelung – Heckklappe
Auf: 23/21 (br/gr) – Schalter Fernentriegelung Limo-Klappe (massegest.)
die Farbangabe von 23/21, dient nur der Information, da dieser Anschluss je nach Ausstattung auch schon belegt sein kann. Dann ist ein umpinnen nicht möglich. Sollte aber eigentlich bei jeden Variant Frei sein.
Nun das Stellmotor-Signal vom KSG.
(Info: Diese Leitung hat im Ruhezustand ebenfalls +12V anliegen und bekommt nach betätigung des Taster Masse.)
Von: 23/19 (gn) – Motor für Zentralverriegelung – Heckklappe
Auf: 23/13 (bg/li) – Relais 86 Kontakt für Limo Klappe

2. Anschluss des Öffnungstasters :

Der Öffnungstaster is das einfachste des Ganzen. Er leitet im gedrückten Zustand nur Masse auf den 23/21 und zieht somit 12V auf Masse. Da es bei einer Masseschaltung ohne irgendwechen Schnick Schnack im grunde egal ist, welcher Pin wo angeschlossen wird, knipsen wir den Stecker aus dem 3BG Kabelbaum raus. Dann legen eine Leitung auf Masse und die andere wird mit der blauen Leitung verbunden welchevorher am KSG umgepinnt wurde.

3. Das Arbeits-Relais für den Stellmotor :

Das Relais wird dehalb genutzt um auf nummer Sicher zu gehen und um Steuerkreis und Arbeitskreis zu trennen. Das Relais wird wie folgt angeschlossen:
86 Vom KSG 23/13 kommende Grüne Leitung (+12V) (Wird dann zur Masse für 85)
85 Die in die Heckklappe eingeführte Plusleitung (+12V) (ist 2-geteilt).
30 Die in die Heckklappe eingeführte Plusleitung (+12V) (ist 2-geteilt).
87 Diesel Leitung wird auf Pin 2 des Stellmotors gelegt.

4.Anschluss des Stellmotors :

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu beachten. Die Leitung von 87 des Arbeitsrelais wird hier an Pin 2 anschlossen. Pin 1 wird auf Masse gelegt. Hierzu sei noch gesagt, das wenn der Stellmotor nicht einfahren sollte, einfach die Pins getauscht werden müssen. Kann ja mal passieren, das man sich in den Pins vertut .. Dann versuchter nicht einzufahren , sonder weiter rauszukommen. was dann ja nicht funktioniert.

5. Anschluss des HeckklappenSchlosses (Schliesszylinder-elektrik) :

Was am Anfang sehr Merkwürdig erscheint ist, das der 3B am Schloss einen Anschluss mit 3 Pins und 2 Tastern besitzt und der 3BG 3 Pins aber nur 1 Taster. Das liegt daran, das der 3B den mittleren Pin im wechsel mit dem Öffnungs-Pin und Schliessungs-Pin verbindet. Der 3BG hingegen hat einen eingehenden Pin der permanent mit dem Öffnungs-Pin verbunden ist und bei Betätigung wechselt zum Schliessungs-Pin. Die Pin-Nummern sind an den Steckern zu finden. Es ist also immer 1 Pin-Paar vebunden. Nach vielen Messen und Probieren hat sich herausgestellt, das dies kein Problem darstellt. Erst wurde gedacht, das dies evtl. zum öffnen bzw. schliessen der fenster führen kann. Dem ist jedoch nicht so. Holger fährt nun schon eine geraume Zeit so umher und bisher sind keine Probleme aufgetreten.

6. Das Heckklappenschloss selbst (Schliesszylinder) :

Am einfachsten ist es, wenn zu der einzubauenden Heckklappe auch ein passender Schlüssel vorhanden ist. Denn dieser wird benötigt um das Schloss zu demontieren und den Schliesszylinder rauszuholen. Ohne Schlüssel kann das Schloss nicht angepasst werden, da dies zur Zerstörung der Schlosses führt. Als erstes wird das 3B Schloss demontiert und man notiert sich den Schlüsselcode. Danach das 3BG Schloss. Hier kommt auch schon die erste Besonderheit. Die Schlüsser-Schieber können nicht einfach so angepasst werden. Es gibt für Jede Ziffer eine Links, Rechts, Kerbe Oben, Kerbe Unten, Ohne Kerbe – Version. Also Pro Ziffer 5 Varianten. Sollte man nicht zufällig ein paar passende Schieber zu hand haben, wird es schwer, das Schloss anzupassen. Auch haben beide Schlösser verschieden Positionen der Schieber im Zylinder.

7. Der Anschluss des Heckklappenschalters in der Fahrertür :

Dieser Schritt ist nicht umbedingt notwendig. Es liegt im eigenen ermessen, ob dieser Schalter benötigt wird oder auch nicht. Der Anschluss der Taster für Heckklappe und Tankdeckel werden in einer gesonderten Anleitung beschrieben. Dort befinden sich dann alle weiteren Informationen. Nach dieser Anleitung hat man dann eine 3BG Heckklappe mit Originalfunktion am 3B hängen ….

Das Ergebnis :

Bei einer 2 Tasten FFB ist folgende Funktion gegeben:
=>
 Auto Auf, DWA aus, Klappe kann geöffnet werden.
=> Auto Zu, DWA an, Heckklappe geht nix …

Bei einer 3 Tasten FFB ist folgende Funktion gegeben:
=>
 Auto Auf, DWA aus, Klappe kann geöffnet werden.
=> Auto Zu, DWA an, Heckklappe geht nix …
=> Auto Zu, DWA aus, Heckklappe kann geöffnet werden…

 


 

Diese Anleitung wurde von Holger Kästel mit Jan Thiele erstellt. Sie stellt die Umrüstung der eigenen Fahrzeuge auf eine 3BG Heckklappe mit Originalfunktionen auf einem 3B Variant dar. Für Schäden oder ähnliches können wir nicht Hafbar gemacht werden. Der Umbau efolgt auf eigene Gefahr.